Veröffentlichungsdatum: 07. Juli 2026
KfW Capital beteiligt sich gemeinsam mit dem Portfoliopartner UVC Partners über das Programm Scale-up Direct an Proxima Fusion. Die Investition erfolgt im Rahmen der Venture-Capital-Säule des Deutschlandfonds und ist ein weiteres Direktinvestment von KfW Capital über das neue Co-Investment-Programm.
Europäischer Pionier der Fusionsenergie
Proxima Fusion ist Europas führendes Stellarator-Unternehmen und das erste Spin-off des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik. Das Unternehmen entwickelt kommerzielle Fusionskraftwerke auf Basis der Stellarator-Technologie und verfolgt das Ziel, mit Alpha in den frühen 2030er-Jahren einen Demonstrator mit positiver Energiebilanz zu realisieren. Damit soll der Weg für das weltweit erste kommerzielle Stellarator-Fusionskraftwerk geebnet werden.
Mit der Beteiligung unterstützt KfW Capital gemeinsam mit UVC Partners die weitere Skalierung des Unternehmens. Die Investition erfolgt im Rahmen einer Finanzierungsrunde in Höhe von 411 Mio. Euro, einer der größten privaten Technologiefinanzierungen Europas.
Christian Röhle, Co-Head Investment Management bei KfW Capital, sagt:
„Fusion ist eine hochattraktive Schlüsseltechnologie zur Stärkung der zukünftigen Energiesicherheit und wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Wir freuen uns, uns gemeinsam mit unserem langjährigen Partner UVC Partners an dieser beeindruckenden Finanzierungsrunde zu beteiligen.“
Christina Koch, Investment Associate bei KfW Capital, ergänzt:
„Wir sehen Proxima Fusion als führenden Pionier des Stellarator-Ansatzes in der Fusionsenergie. Das Team hat in kürzester Zeit durch herausragende wissenschaftliche und operative Leistungen überzeugt. Mit diesem strukturierten Co-Investment schaffen wir die finanziellen Voraussetzungen dafür, wegweisende technologische Innovationen langfristig in Deutschland zu verankern.“
Partnerschaft zur Stärkung europäischer Zukunftstechnologien
Die Beteiligung erfolgt gemeinsam mit UVC Partners, einem langjährigen Fondsmanager im Portfolio von KfW Capital.
Benjamin Erhart, Partner bei UVC Partners, erklärt:
„Wir haben bereits 2023 in der ersten Finanzierungsrunde in Proxima Fusion investiert, als nur wenige Investoren die Kernfusion als mehr als langfristige Forschung betrachteten. Wir sahen das Potenzial für deutlich mehr: dass Fusion zu einer kritischen Energieinfrastruktur werden kann und Proxima über die wissenschaftliche und technologische Exzellenz verfügt, diese Entwicklung anzuführen. Drei Jahre später ist aus dieser Überzeugung ein breiter Konsens geworden. Diese Finanzierungsrunde zeigt, dass Europa im globalen Wettbewerb um die Fusionstechnologie nicht nur mithalten, sondern mit eigener Technologie und Expertise eine führende Rolle einnehmen kann.“
Dr. Francesco Sciortino, Mitgründer und CEO von Proxima Fusion, sagt:
„Europa steht im Wettlauf mit den USA und China um das erste kommerzielle Fusionskraftwerk. Unsere Finanzierungsrunde zeigt, dass Europa nicht nur bahnbrechende Technologien entwickeln, sondern auch weltweit wettbewerbsfähige Unternehmen aufbauen kann. Unsere Investoren erkennen sowohl die Dringlichkeit als auch das Potenzial dieser Technologie und unterstützen uns dabei, ein Unternehmen aufzubauen, das die Energieversorgung der Zukunft entscheidend prägen kann.“
Scale-up Direct stärkt Europas Technologieführer
Die Investition erfolgt über das Programm Scale-up Direct, das Teil der Venture-Capital-Säule des Deutschlandfonds ist. Mit dem Deutschlandfonds wird privates Kapital mobilisiert, um die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit Deutschlands zu stärken. Scale-up Direct unterstützt innovative, wachstumsstarke Technologieunternehmen in strategisch wichtigen Zukunftsbranchen dabei, ihre nächste Wachstumsphase erfolgreich zu finanzieren.
Mit der Beteiligung an Proxima Fusion setzt KfW Capital seinen Fokus auf Unternehmen fort, die mit wissenschaftlicher Exzellenz und technologischer Innovation einen Beitrag zur Energieversorgung der Zukunft sowie zur technologischen Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit Europas leisten.
Sonja Höpfner
Pressesprecherin und Senior Communications Manager
Tel: +49 69 7431 4306