Diese Erklärung enthält nachhaltigkeitsbezogene Angaben in Bezug auf KfW Capital GmbH & Co. KG („KfW Capital“), LEI: 875500P85PQLPODA6T92, in ihrer jeweiligen Eigenschaft als Finanzmarktteilnehmer und Finanzberater gemäß Artikel 2 Nr. 1b) bzw. Artikel 2 Nr. 11 d) der Verordnung (EU) 2019/2088 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2019 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor („SFDR“) sowie der Delegierten Verordnung (EU) 2022/1288 der Kommission vom 6. April 2022 zur Ergänzung der SFDR durch technische Regulierungsstandards („RTS“).
KfW Capital hat eine Nachhaltigkeitsrichtlinie implementiert, die auf dieser Website veröffentlicht ist.
Ziel von KfW Capital ist es, bei Investitionsentscheidungen oder -empfehlungen sowohl finanzielle Performance als auch Nachhaltigkeitsaspekte zu berücksichtigen. Aus diesem Grund hat KfW Capital einen Prozess implementiert, der darauf abzielt, Nachhaltigkeitsrisiken bei Investitionen in Venture Capital („VC“)-Fonds systematisch zu bewerten, zu vermeiden oder abzumildern. Dieser Prozess wird bei allen Investitionsentscheidungen angewendet, bei denen KfW Capital auf eigene Rechnung handelt oder bei denen KfW Capital als Finanzportfolioverwalter agiert.
KfW Capital ist als Anlageberater und Anlagevermittler der Kapitalverwaltungsgesellschaft („KVG“) des Wachstumsfonds Deutschland bestellt. Der Wachstumsfonds Deutschland ist ein privatrechtlich organisierter Risikokapital-Dachfonds, der aus zwei parallelen Investmentfondsgesellschaften und von einer nach deutschem Recht zugelassenen KVG verwaltet wird. Die KVG ist der Produktanbieter für den Wachstumsfonds Deutschland und verantwortlich für die SFDR-spezifische Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Im Rahmen der Unternehmensführung überwachen und fördern die Geschäftsführer der KfW Capital die Nachhaltigkeitsstrategie sowie die interne und externe Kommunikation, um ESG in allen Prozessen zu implementieren.
Auf operativer Ebene ist die Nachhaltigkeit durch folgende Struktur in die Prozesse und Strukturen von KfW Capital integriert:
Im Investmentprozess verwendet KfW Capital im Rahmen der Due Diligence bezüglich eigener Investments, Investments in Ausübung ihrer Funktion als Finanzportfolioverwalter und in ihrer Funktion als Anlageberater die folgenden Kriterien, um Nachhaltigkeitsrisiken zu berücksichtigen:
KfW Capital überwacht und kontrolliert Nachhaltigkeitsrisiken bezüglich eigener Investments sowie Investments, die KfW Capital aufgrund ihrer Funktion als Finanzportfolioverwalter getätigt hat, wie folgt:
Neben regelmäßigem und bedarfsinduziertem Austausch werden nach Vertragsabschluss insbesondere die vereinbarten Auflagen und deren Umsetzung nachgehalten. Einmal jährlich erfolgt die Erhebung von ESG-Daten im Portfolio. Dabei wird sowohl die Ebene des Fondsmanagements, des VC-Fonds als auch die Ebene der Portfoliounternehmen betrachtet. Die Erkenntnisse aus dem Reporting werden zum internen Monitoring verwendet und fließen auch in die jährliche Aktualisierung des ESG-Risikoprofils ein.
Die Überwachung und Kontrolle von Nachhaltigkeitsrisiken bei Investments, die infolge einer Anlageempfehlung durch KfW Capital als Anlageberater getätigt wurden, obliegt der Kapitalverwaltungsgesellschaft.
Artikel 4 SFDR sieht einen Rahmen vor, um Transparenz über die nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Unternehmensebene zu schaffen. Dies gilt für KfW Capital sowohl hinsichtlich ihrer Eigenschaft als Finanzmarktteilnehmer als auch hinsichtlich ihrer Eigenschaft als Finanzberater.
KfW Capital hat eine Richtlinie zur Vergütungspolitik („Vergütungspolicy“) eingerichtet, die für alle Arbeitnehmenden des Unternehmens gilt. Sie schafft Transparenz über die Vergütungsstruktur von KfW Capital und richtet die Vergütungsinstrumente an der Geschäfts- und Risikostrategie aus. Die Vergütungspolicy legt einen einheitlichen Handlungsrahmen für das Leistungsmanagement und die Vergütungsgestaltung fest und sorgt für die Einhaltung regulatorischer Anforderungen.
Neben der Verankerung der Vergütungspolicy ist die Unterstützung der Arbeitgeberattraktivität ein weiteres Ziel, um Mitarbeitende zu gewinnen und zu binden. Dies geschieht durch ein marktorientiertes Gesamtpaket aus Vergütungen und Nebenleistungen. Die Vergütung der Mitarbeitenden von KfW Capital besteht aus einer fixen und einer variablen Vergütung. Während die fixe Vergütung sich nach der einschlägigen Berufserfahrung, der organisatorischen Verantwortung und der ausgeübten Funktion des Arbeitnehmenden richtet, honoriert die variable Vergütung insbesondere den nachhaltigen Erfolg von KfW Capital.
Die Gewährung erfolgt zielbasiert und orientiert sich an finanziellen und nicht-finanziellen Zielen. Die Vergütungsstruktur ist bewusst so konzipiert, dass sie keine Anreize zum Eingehen unverhältnismäßig hoher Risiken setzt. Vereinzelt werden individuelle vergütungsrelevante Ziele zum Thema Nachhaltigkeit vereinbart, um intern die Weiterentwicklung und Integration von Nachhaltigkeit zu stärken. Außerdem wird die Geschlechtsneutralität der Vergütungsstruktur gewährleistet.
Datum der Erstveröffentlichung: Dezember 2021. Dieser Text wurde zuletzt im Juli 2026 angepasst.
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